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Kanada Ursprüngliche Wildnis, französischer Charme

Kanada 

Ursprüngliche Wildnis, französischer Charme

 Kanada, Mattawa River

Weit verzweigt mäandert der French River durch ein Gebiet von Inseln zur Georgian Bay. Weiter nördlich folgen unzählige Seen, deren Ufer sandige Buchten, Kieferwälder und von Gletschereis glatt geschliffene Granitbrocken säumen.

Auf dem kurzen Flug von Toronto nach North Bay jagt ein grandioser Ausblick den nächsten. Am Abend dann Nieselregen, David und sein Sohn lassen sich davon jedoch nicht ihre gute Lake NipissingLaune verderben. Gerade haben sie einen kapitalen Hecht aus dem Lake Nipissing gezogen. „Wir sind hier alle Hobbyfischer“, erklärt David  uns  neugierigen Touris. „ Jedes Kind wird hier mit der Angel groß. Im Winter gehen „Canadian Ecology Center“wir dann bei minus 40° zum Eisfischen.“

Am nächsten Tag checken wir bei strahlendem Sonnenschein im „Canadian Ecology Center“ nordöstlich von North Bay in einer rustikal-komfortablen Hütte mit PC und Internetanschluss ein. „Die Synthese von moderner Kommunikationstechnologie und hautnahen Naturerlebnis ist Teil unserer Philosophie, erklärt Joyce die Managerin des Camps. Begleitet von ihr und dem Naturführer Jamie starten wir bald darauf am Lake Pissimi  zu einer Kanutour. Vorbei an zahlreichen Biberdämmen gleiten wir den Mattawa River stromabwärts, der sich immer wieder zu kleinen Seen weitet.  Wo dessen Stromschnellen nicht passierbar sind, nutzen Kanadawir die alten Pfade der Pelzjäger und –händler, die „Portages“. Dann schultern wir unsere Kanus, durchstreifen dichten Wald und lassen sie einige Zeit später an einer seichten Stelle wieder zu Wasser.

In der ersten Nacht ist an Tiefschlaf nicht zu denken. Zu ungewohnt ist die vollkommene „Zivilisationsstille“, die nur das Röhren brünstiger Elche und Quaken Tausender Frösche zulässt, manchmal auch durchdringendes Wolfsgeheul. Trotzdem sind wir am nächsten Morgen schon wieder unterwegs, sie fasziniert einfach, die raue, unverfälschte Natur hier mitten im Samuel de Champlain Nationalpark. Wandernd oder auf Mountainbikes bewegen wir uns auf Trails mit so klangvollen Namen wie „Etienne“, „Nature“ oder „Geology“.   Am letzten Abend noch ein Highlight zum Abschied: Mit Hilfe hochempfindlicher Nachtsichtgeräte können wir bei völliger Dunkelheit einen Biber beobachten, der emsig Zweige von einem Baum abknabbert und sich schließlich mit einem laute Aufklatschen seines breiten Schwanzes in die Fluten des Ottawa River stürzt.

MontréalAus der Wildnis zurück ins urbane Leben! Montreal ist keine Stadt mit markanter Skyline wie New York oder dramatischer Lage wie Vancouver. Aber eine mit viel Charme und betörendem französischem Flair: In der Rue St. Denis und am Boulevard St. Laurent reihen sich Straßencafes und Restaurant aneinander. Der Duft frischer Crepes und Baguettes liegt hier in Kathedrale Notre-Dame in Montréalder Luft. In der in der nahen Kathedrale Notre Dame fällt das Sonnenlicht auf die himmelblaue Kuppel. Wem es hier zu still ist, der zieht am Abend weiter ins Bistro Jo-Jo und genießt Live-Musik Kneipen bis zum frühen Morgen.

Im heutigen Nobelhotel „Chateau Frontenac“ planten Churchhill und Roosevelt einst ihre gemeinsame Strategie gegen Hitler, erholte sich Nixon Jahrzehnte später vom Watergate-Nobelhotel Château FrontenacSkandal. Auch wir wollen Franko-Kanada nicht verlassen, ohne Quebec City besucht zu haben, Nordamerikas einzige Stadt, die von der Unesco als Weltkulturerbe ausgewiesen wurde. Das Quebecgesamte historische Zentrum wirkt wie ein perfekt komponiertes Kunstwerk – nicht nur in der „Gasse der Maler“.

Zum Abschied schweift unser Blick von den Holzplanken der „Terrasse Dufferin“ über die verwinkelten Dächer der Unterstadt und den träge fließenden St. Lorenz-Strom – bei einem guten Cafe au lait, versteht sich!             

Uwe Junker

 

Reiseinfos:

www.fremdenverkehrsamt.com/kanada.html  

www.canadianecology.ca

www.quebecregion.com

 

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