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Eidgenossen feiern 150 Jahre Wintertourismus

Schweiz

Die Eidgenossen feiern 150 Jahre Wintertourismus

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Alles begann mit einer Wette:

Der St. Moritzer Hotelier Johannes Badrutt wollte im Herbst 1864 einige britische Sommergäste dafür begeistern, ein paar Wintertage im Engadin zu verbringen. Er versprach ihnen, dass sie auch dann bei Sonnenschein auf der Terrasse sitzen könnten. Sollte er nicht recht haben, würde er die Reisekosten übernehmen, so Badrutt. An Weihnachten reisten die vier Engländer an und kehrten an Ostern braungebrannt und erholt in ihre Heimat zurück.

Die Engländer waren es auch, die dem Schweizer Tourismus auch im Winter auf die Sprünge halfen. 1892 gründeten britische Feriengäste in Davos den Curling Club Belvédère. 1904 schlitterten die ersten Bobs die weltweit erste Bobbahn von St. Moritz nach Celerina runter. 1906 fand in St. Moritz erstmals das „White Turf“ statt – damals das einzige Pferderennen der Welt auf einem zugefrorenen See. 1929 wurden in St. Moritz und Zermatt die ersten Skischulen der Schweiz eröffnet. 1931 ging in Davos die erste Sektion der Parsennbahn in Betrieb, ein Jahr später die zweite Sektion aufs Weißfluhjoch. Um die 61.000 Skifahrer nutzten die neue Bahn bereits im ersten Winter. Am 24. Dezember 1934 wurde in Davos der 270 Meter lange Bolgenlift als erster Bügellift der Welt feierlich eröffnet.

In der Saison 2014/15, in der die Schweiz 150 Jahre Wintertourismus feiert, lockt das Alpenland mit 7400 Kilometer markierten Skipisten, 5500 Kilometer Langlaufloipen, rund 5150 Kilometer Winterwanderwegen und 29 Skistationen auf über 2800 Metern. 

Um das Ferienland wieder nachhaltig in Erinnerung zu bringen, lassen die eidgenössischen Touristiker jetzt acht Lokomotiven mit Werbemotiven für Schweizer Urlaubsregionen über die deutschen und Schweizer Schienen rollen.

Zum Start in den Jubiläumswinter taufte die Stuttgarter Generalkonsulin der Schweiz, Irene Flückiger Sutter, am Hauptbahnhof die „Graubünden-Lok“. Jörg Peter Krebs, Deutschland-Direktor von Schweiz Tourismus, hofft, dass die 8700 PS starke Lok auch zahlreiche Winterurlauber in die Schweiz bringt.

In der vergangenen Wintersaison (November 2013 bis April 2014) buchten deutsche Urlauber gut zwei Millionen Logiernächte in Schweizer Hotels. Mehr als ein Viertel der Gäste stammten aus dem Südwesten. „Baden-Württemberg macht etwa 13 Prozent der deutschen Bevölkerung aus, aber 25 Prozent aller deutschen Gäste in der Schweiz kommen aus dem Südwesten“, unterstreicht Tourismuschef Krebs die Bedeutung des Bundeslands für die Ferienregionen des Alpenlands.

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Im „Alpen-Rating 2014“ der Schweizer „Handelszeitung“ schneiden die Eidgenossen sehr gut ab. Unter den drei bestplazierten Skigebieten befinden sich Zermatt und St. Moritz – gleichauf mit Lech Zürs in Österreich. Das Skigebiet Engadin-St. Moritz bietet in der Kategorie „Ski plus“ mehr als nur sportliche Abfahrten. Vielfältig sind der Kontrastreichtum der Infrastruktur und das Landschaftserlebnis. Dem gegenüber ist Gstaad auf Rang drei der Schweizer Skigebiete die einzige Alpendestination ohne Bausünden. Alle Häuser sind im Chaletstil gebaut. In der Kategorie „Ski total“ steht Zermatt an der Spitze. Hier begeistert der Mix aus alpiner Authentizität und Gästen aus aller Welt. Darüber hinaus ist das Matterhorn-Dorf auf alle Preissegmente ausgerichtet. Es überzeugt mit unprätentiösen Traumhotels für jeden Anspruch und ist überaus kinderfreundlich. In der Kategorie „Familienfreundlichkeit“ bietet Arosa im Verhältnis zur Größe überraschend viel und verbreitet eine ursprüngliche, angenehm beschauliche Winterferienstimmung. Das Skigebiet beginnt und endet mitten im Dorf, und der auf 1800 Meter Höhe gelegene und entsprechend schneesichere Bündner Skiort offeriert seinen jungen Gästen unter 18 Jahren die Ski- und Snowboardkurse.

Informationen: Schweiz Tourismus, Tel. 00800/100 200 29 (kostenlos), www.MySwitzerland.com

Norbert Krauss

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