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Turku

Turku

Die Finnische Kulturhauptstadt 2011

zur Halbzeit

Kunst  auf dem Aurajoki -Fluss in Turku, der Europäischen Kulturhauptstadt

Weit sichtbar thront stolz der Steinturm des mächtigen, 700 Jahre alten Doms zu Turku auf dem
Unikankare-Hügel, dem sogenannten „Entschlafenenhügel“.  Dabei fiel sein hölzerner Vorgänger 1827 den infernalen Flammen zum Opfer, die dreiviertel der Stadt in Schutt und Asche legten.

Herz und Seele der Stadt Turku ist der Aurajoki-Fluss mit Blick auf den Dom. An seinen Ufern findet man hübsche Restaurants und Straßencafés.

Jetzt, an diesem herrlich sonnigen Sonntagvormittag, sitzt Olga mit ihrer Freundin Natalia auf einer Bank vor dem mächtigen evangelisch-lutherischen Gotteshaus. Gemeinsam sind sie mit ihren Männern Sergei und Ivan mit einer finnischstämmigen Trachtengruppe aus Petroskoi, der nordwestrussischen Hauptstadt der Republik Karelien, Die Damen der finnischstämmigen Trachtengruppe aus Karelien warten vor dem Dom auf ihren großen Gesangsauftritt.nach Turku gekommen. Nun wartet man im feinen Zwirn  auf den großen Gesangsauftritt, der feierlich in Anwesenheit des Erzbischofs im Dom stattfinden wird.

 

Die älteste finnische Hansestadt mit ihren 175 000 Einwohnern an der Südwestküste des Landes, hat bereits über die Hälfte der Veranstaltungen schon hinter sich, die in diesem Jahr gemeinsam mit Estlands Hauptstadt Tallinn die Rolle der Europäischen Kulturhauptstadt übernommen hat. Und so haben traditionsgemäß jetzt im Sommer die kulturellen Veranstaltungen, die unter dem Motto „Turku on fire“ stattfinden, ihren Höhepunkt erreicht.

Varieté-Shows vom Feinsten wird  im „Cirque Dracula“ geboten.

Eine dieser Veranstaltungen ist der „Cirque Dracula“. Auf diese Varieté-Show freuen wir uns ganz besonders. Und so bringt uns ein kleiner Bus  an diesem späten Sonntagnachmittag bis vor den Eingang des prächtigen Spiegelzeltes im Mannerheim Park. Wie wir dann in diesem festlichen Zelt sitzen und die Kunst auch im „Zentrum Maritimes und Forum Marinum“ am Flussufer nahe der Burg zu Turku. Hier findet man neben vielen kleinen Schiffen 4 Kriegsschiffe, 2 große Segelschiffe, die Fregatte Suomen Joutsen und die Dreimastbark Sigyn.Akrobatik der Weltklasse-Zirkusartisten um den Amerikaner Ebon Grayman und seinem fantastischen Ensemble bewundern, der gekonnt den unsterblich verliebten Graf Dracula spielt, wird die ganze Dramaturgie auf den Punkt genau von gewaltigem Blitz und Donner eines plötzlich hernieder gehenden Gewitters unterstützt.

Später am Abend, das Gewitter und der Regen haben sich verzogen und die Sonne hat wie an den vergangenen Tagen wieder die Oberhand gewonnen, bringt uns unser kleiner Bus in den nahe gelegenen Hafen von Turku. Hier staunen wir nicht schlecht, als wir in Höhe des Maritimen Zentrums und des gläsernen Forum Marinums an der Kaimauer über eine steile Schiffsleiter zur mächtigen MS „Bore“ zum Abendessen hinaufsteigen. So hat Johnny Sid  dieses riesige Schiff vor dem Verschrotten gerettet mit dem Ziel, in Kürze Restaurants, Auf der ausgemusterten MS „Bore“ kann in Kürze genächtigt, gespeist und getanzt werden.stilvolles Tanzvergnügen und Wohnen in altem Schiffsinterieur zu bieten.

Zu bieten haben die Finnen dann auch vier skurrile Saunen. So haben sich Hans-Christian Berg und Mika Ihanus etwas ganz Besonderes mit ihrer „Solaris Sauna“ ausgedacht. Sie haben einen

Mitten in der belebten Innenstadt von Turku schaut man im Vorbeigehen auf die saunierenden Gäste in der durchsichtigen „Solaris Sauna“.

runden Glaskorpus an einer viel befahrenen Hauptstraße platziert, der nicht nur Fußgänger, sondern auch Autofahrer neugierig macht. Und spätestens, als Volker-Bodo aus unserer Gruppe mir dann lachend sein nacktes Hinterteil aus dem Glaskasten entgegen streckt, da ist der Zeitpunkt gekommen, an dem auch andere Zuschauer ihre Kameras zücken.

 

Ziel der Verantwortlichen von Turku ist es, die heimischen Künstler zu fördern. Dafür haben sie ein Netzwerk gegründet, wovon die regionalen Künstler profitieren. Und wenn am Ende dieses Spiegelkunst vor den mächtigen Mauern der Burg zu Turku.außergewöhnlichen Jahres alle finanziellen Hoffnungen erfüllt sind, so die Macher der Kulturhauptstadt, wird es auch in den nächsten Jahren weitere Ausstellungen geben.

 

Großen Wert hat man darauf gelegt, dass die ausgestellten Exponate mit Umwelt und Natur abgestimmt sein müssen. Auch sind alle Ausstellungsstücke auf einer Rundtour angelegt, so dass man sie gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen kann. Dabei hat man auch an die junge Generation gedacht, dass sie den Zusammenhang zwischen den Exponaten und der Natur sowie der Umwelt gut in Gruppen oder mit ihren Eltern erforschen können.

So staunen auch kleine Kinderaugen vor mächtigen Findlingen, die vor den hohen Mauern der Burg zu Turku platziert und mit kleinen Spiegelstückchen beklebt worden sind. Während man Eindringlinge bereits ab dem 13. Jahrhundert vor den mächtigen Mauern aufhalten wollte, die über die Lebensader des Aurajoki-Flusses aus der Ostsee kommend in die Stadt eindringen wollten, so spiegeln sich heute Kindergrimmassen in Spiegelstücken vor diesen Mauern.

 

Wir wandeln weiter über die herrliche Aurajoki-Promenade, die in großen Teilen von mächtigen Lindenalleen beschattet wird. Passieren einen wilden Mix aus modern umgestalteten Lagerhäusern, Jugendstielfassaden und frisch gestrichenen, uralten Holzhäusern, 

Das Qwensel-Haus mit seinem Apothekenmuseum ist eines der ältesten Bürgerhäuser von Turku.

wie das des Apothekenmuseums, dem früheren Qwenselschen Haus, einem Großbürgerhaus.

 

Zur damaligen Zeit, im 18. Jahrhundert, hätte ich hier vermutlich nicht am Westufer des Aurajoki-Flusses spazieren gehen können. Es sei denn, ich gehörte zu den Herren des Hofgerichtes oder zu den Persönlichkeiten der Provinzialverwaltung oder gar zum Adel.

 

Nun, ich träume weiter und betrachte ein paar Schritte weiter schlichtes, praktisches und freundliches Finnisches Design in den Auslagen kleiner Designerläden.

Der Aurajoki-Fluss ist Herz und Seele der Kulturhauptstadt 2011.

Und dann legt die Gruppe einen Zwischenstopp in einem hübschen Straßencafé inmitten von Studenten der hiesigen Uni ein.

 

Hier mitten in der Stadt haben wir ausgiebig Gelegenheit, die wunderbare Plattform und Projektionsfläche  des Aurajoki-Flusses als Kunstbühne zu betrachten. „Dieser Ort schreit geradezu nach der Ausstellung von Kunstobjekten“, schwärmt Andreas aus unserer Gruppe mit strahlenden Augen.

Die Kunst der Europäischen Kulturhauptstadt 2011 konzentriert sich  am Aurajoki-Fluss. 

So betrachten wir Cappuccino schlürfend vor einer Brückenkunst mit reflektierenden Metallstreifen übergroße Enten, die auf dem träge dahin fließenden Aurajoki verankert sind. Auf ihnen stehen Figuren mit ausgestreckten Armen, die zwei Bedeutungen haben. Zum einen, dass die Menschen heute immer weniger Zeit haben, sich immer schneller bewegen und die Natur gar nicht mehr wahrnehmen. Daher hat man diesen Figuren Kopfhörer verpasst, ihnen die Augen geschlossen und Rollerblades unter ihre Füße gesetzt. Ein Zeichen dafür, dass sie ständig in Bewegung sind. Zum anderen soll der Mensch auf dem Tier die Balance halten und das Tier auf dem Wasser wird auf Sauberkeit und Reinheit achten.

Turkus Freizeitinseln liegen in unmittelbarer Nähe der Stadt

Nach soviel Kultur zieht es uns dann zum Abschluss unserer Kulturreise hinaus ins Sommerparadies zu den Schärengärten, die vor der Haustür von Turku liegen. Hier warten 20 000 große und kleine Inseln im Archipelago, die mit bunten Holzhäusern bebaut sind. Für die Fahrt dort hin haben wir uns ein ganz besonderes Gefährt, ein Speedboot mit satten 500 PS, ausgesucht.

 

Zunächst aber gleitet es ruhig durch Turkus Hafen, da hier Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.

Geschwindigkeitsrausch in der Schären-Wasserstraße. 

Adrenalin pur entsteht erst, als die ersten kleinen Inseln auftauchen und das Fahrwasser breit genug wird für unsere Höchstgeschwindigkeit von gut 80 Stundenkilometern. Ein jähes Ende findet unser Geschwindigkeitsrausch nach 35 Wasserkilometern erst in Sichtweite des kleinen Yachthafens von Nagu auf der Insel Storlandet.

Willkommen an Bord eines Hochsee-Segelschiffes im gemütlichen Hafen von Nagu auf der Insel Storlandet. 

Hier im Kirchdorf Nagu erwartet uns neben der hübschen Marina nur einen Steinwurf weiter Ruhe und Abgeschiedenheit in idyllischer Landschaft. Ein gemütlicher Saunaabend am Strand und ein leckeres Abschiedsbier im heißen Pool unter  einem nächtlichen Nordlichthimmel versüßt den Abschied.

Gerd Krauskopf

 

Infos:

 

Brücke über dem Aurajoki-Fluss

Reiseveranstalter:

Zum Beispiel fintouring GmbH,

Zur Alten Burg7
30938 Burgwedel, www.fintouring.de,

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 05135-929030

Fax: 05135-929055

hat sich ausschließlich auf Reisen nach Finnland und Skandinavien spezialisiert. Es werden Ferienhäuser, Rund-, Aktiv- oder Kulturreisen und Städtereisen angeboten.

 

Kunst im Hof der Burg zu Turku

Zur Geschichte:

Das Land der „tausend Seen“ wurde von den Schweden im 13. Jahrhundert gegründet. Ab 1809 hielten russische Landesherren ihre Hände über das Land. Erst 1917 wurde Finnland ein unabhängiger Staat.

 

Musizieren über dem Aurajoki-Fluss

Lage von Turku:

Rund 140 Kilometer von Helsinki entfernt liegt der für das Land einst wichtigste Handelsplatz im Südwesten Finnlands an der Mündung des Flusses Aurajoki in die Ostsee. Turku ist die fünftgrößte Stadt Finnlands.

 

Sokos Hotel in Turku

Gewohnt haben wir in Turku:

In einem der drei Sokos Hotels

20100 Turku, Tel. +358 (0)2 337 301,

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Da einige Teilnehmer unserer kleinen Reisegruppe ihr Fenster in der Nacht nicht öffnen konnten wegen lautem Geräusch eines mächtigen Abluftrohres an der Außenwand, seien die Hotels Hamburger Börs oder SAS Radisson mit in die Hotelüberlegung einzubeziehen!

 

Speisen im Restaurant

Gut speisen in Turku:

z.B. im Restaurant „Mami“, Linnankatu 3, www.mami.fi

 

Kunst in Turku

Ideale und Ziele der Kulturhauptstadt Turku:

Ideale:

Zusammenarbeit, europäische Identität, Unbefangenheit, Erfahrungsbezogenheit, Erreichbarkeit und Verantwortlichkeit.

Hauptziele:

Internationalität, kreative Wirtschaft und Wohlstand sowie Langfristigkeit. Turku ist nicht nur ein Jahr, sondern ein Prozess!

 

MS

MS „Bore“:

Die MS „Bore“ liegt unübersehbar an der Kaimauer des „Forum Marinum“, dem Nationalen Schifffahrtsmuseum und dem Finnischen Flottenmuseum nahe der Burg zu Turku in Höhe Linnankatu 72.

 

„Cirque Dracula“

„Cirque Dracula“:

Es wird die Geschichte eines verliebten Vampirs erzählt. Internationale Zirkusartisten interpretieren die Geschichte mit leidenschaftlichen und gefährlichen Salti, Kung Fu- und Akrobatennummern.

Der Zirkus gastiert noch bis zum 14. August 2011 im Mannerheim Park www.cirquedracula.com

 

Apothekenmuseum Turku, Finnland

Apotheken-Museum:

Befindet sich im Quensel-Haus, das im Jahre 1700 erbaut wurde. Am gegenüberliegenden Ufer ist ein riesiges Spinnennetz zu sehen, das über einen Felseinschnitt gespannt ist.

Vartiovuorenkatu 2

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Dom zu Turku

Dom zu Turku:

Tuomiokirkonkatu 1,

Finnische Gottesdienste:

So und Fr um 10 Uhr, Abendgottesdienst um 18 Uhr, Mi Hl. Abendmahl um 8 Uhr, Sa Gottesdienst mit Hl. Abendmahl um 18 Uhr

 

Fotoausstellung im Logomo Museum in Turku

Logomo Museum

In dem ehemaligen Lokomotiv-Schuppen gibt es Opern, Kunstausstellungen, experimentelle Bildkunst, Fußballaufführungen für alle, Musicals und Popmusik.

Logomo Museum in Turku 

Sehenswert ist darüber hinaus eine Demonstration des infernalen Stadtbrandes von 1827

 

Saunakunst in Turku

Kunstsaunen:

Die Kunstsaunen sind geöffnet  bis 31.08.2011

Weitere Informationen und Öffnungszeiten sowie Preise unter: www.saunalab.fi,

e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Burg zu Turku

Burg Turku mit Spiegelkunst:

Linnankatu 80, Tel: +358 (0) 2262 0300

 

Kunst auf dem Aurajoki-Flusse in Turku

Enten mit stehenden Figuren und ausgestreckten Armen:

Sie befinden sich auf dem Aurajoki-Fluss in Höhe der Hauptbibliothek, Linnankatu 2

 

Turkus Nachtleben

Themenbars in Turku:

Die „Weiße Stadt des Nordens“ hat als Studentenstadt viel zu bieten. Interessant sind Themenbars wie „Das Klo“, „Die Apotheke“, „Die Schule“ und „Die Bank“.

 

Schärenwelt von Turku

Die Schärenwelt:

Wer genügend Zeit hat,, sollte einen Abstecher in die nahe gelegene Schärenwelt machen, einem lieblichen Inselgewirr von 20 000 kleinsten und großen Inseln. Zu empfehlen ist der Archipelago Trail, ein 250 Kilometer langer Rundweg mit 12 Brücken und 9 Fähren (alle kostenlos!). Er beginnt in Turku und endet auch dort wieder.

 

Hafen von Nabu

Die Insel Storlandet

Zu den Sehenswürdigkeiten des kleinen Örtchen Nagu gehören die im 15. Jahrhundert erbaute Feldsteinkirche mit Gräbern aus dem 19. Jahrhundert sowie die hübsche kleine Marina.

 

Hotel Strandbo

Gut gewohnt haben wir auf Storlandet:

Im Hotel Strandbo, Das familienfreundliche Hotel liegt günstig an der Marina von Nagu. Strandvägen 3 – Rantatie 3, 21660 Nagu – Nauvo,

www.strandbo.fi

 

Pension von Tom Carling (Bed & Breakfast) Västergård

Empfehlenswerte Pension:

Von Tom Carling (Bed & Breakfast) Västergård,

Gyttjantie 29

21650 Nauvo

www.nauvo.net/vastergard

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Buchbar bei www.fintouring.de als Teil einer Rad-, Motorrad- oder Autorundreise.

 

 

Reiseführer:

Für unterwegs empfiehlt sich Polyglott on tour Finnland mit flipmap und zur Einstimmung der Finnland-Bildband von Klaus- Peter Kappest bestellbar unter www.timedia.de

 

 

 

Weitere Informationen:

Finnische Zentrale für Tourismus,

www.visitfinland.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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